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Unser Bergprogramm
Die Berge in Westsichuan werden in fünf Gebirgszüge unterteilt, die mehr
oder weniger alle in Nord-Südrichtung verlaufen. Aufgrund ihrer immensen Unterschiedlichkeit in Höhe,
Vegetation, Topographie und Zugänglichkeit ergibt sich ein großes Freizeitangebot, bei
dem für alle Bergliebhaber/innen etwas dabei ist. Wanderungen entlang eines Bergflusses mit mäßiger
Steigung und senkrechte Kletterpartien auf blankem Eis seien hier nur als Anfangs- bzw. Endpunkte einer langen Palette genannt.
Auf eine Allgemeingültigkeit sei hier noch kurz hingewiesen: Keiner der
Berge ist mit einer Tagestour bezwingbar. Geringe touristische Erschlossenheit und Weitläufigkeit des Terrains sind die ausschlaggebendsten Gründe hierfür. Ausnahme bilden die
beiden religiös sehr bedeutenden Berge Emei Shan und Qingcheng Shan am Rande des Sichuanbeckens.
Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte den einzelnen Abhandlungen zu Geographie, Klima,
Vegetation etc. im Sichuan Lexikon.
Kartenmaterial können Sie unter der Rubrik Karten einsehen.
Hier finden Sie ein Liste der bedeutendsten Berge Sichuans im PDF-Format.
UNSERE ANGEBOTE:
Grundlegend unterscheidet sich eine Expedition in folgenden Punkten von normalen Trekking- oder
Bergtouren:

- Generell besteht unser Angebot aus einem reinen Basecamp Service. D.h. wir leiten die Gruppe nur bis zum Erreichen und wieder
ab dem Verlassen des Basecamps (also zurück). Das Instandhalten des Campes
(inclusive med. Versorgung, Verpflegung innerhalb des Campes etc.) übernimmt
Western Sichuan Tours.
- Unvorhersehbare Hindernisse (Gletscherspalten, Wetterumschwung, Lawinen, Urwald etc.)
können jederzeit zum Scheitern und infolgedessen zum Abbruch der Expedition führen.
- Ausrüstung und Spezialmaterial ist von der jeweiligen Expedition und von
persönlichen Vorlieben abhängig. Alles was nach dem Aufbruch vom Basecamp benötigt
wird, muss selbst organisiert werden (dazu gehört auch Verpflegung), bzw. kann
in unserem Ausstatterladen erworben werden. Einige Artikel sind auch verleihbar.
- Für die meisten bekannteren Gipfel ist eine Genehmigung durch den Alpinismusverband
(Sichuan/China) unumgänglich. Einige Expeditionen können jedoch auch mit Zustimmung
der lokalen Behörden durchgeführt werden. Die Preise sind je nach Berg sehr unterschiedlich.
EXPEDITIONEN:
Siguniang Shan – Vier-Geschwister-Massiv (6250m)
Das Vier-Geschwister-Massiv liegt in geringer Distanz zur Chengduebene, ist aber mit 6250m schon
gleich die höchste Erhebung in der Präfektur Ngawa/Aba. Die anmutig Schulter an
Schulter stehenden vier Gipfel gaben dem Gebirge seinen Namen. Eine Legende der Gyarong-Tibeter
von vier zu Fels erstarrten Schwestern erzählt ihre Geschichte. Unsere klassischen Touren
in diesem Gebiet führen auf die drei niedrigeren Gipfel des Bergstockes (5355m, 5276m, 5025m)
und auf einige benachbarte, nicht minder imposante Gipfel (Luotuo Feng/Kamelspitze 5484m;
Yangmantai 5666m u.A.). Diese sind technisch ohne hohen Anspruch. Trittsicherheit auf
vergletschertem Gelände und sicherer Umgang mit Eisgeräten sind Grundvoraussetzung.
Die "vierte und jüngste Schwester" (6250m) verlangt jedoch ein weitaus höheres
Maß an Technik und alpiner Erfahrung. Die Anfahrtszeit von Chengdu beträgt 6-8 Stunden.
Für die Besteigung des Hauptgipfels (6250m) muss mit 14 Tagen incl. An- und Abfahrt gerechnet
werden. Die Besteigung einer der anderen Gipfel kann in etwa 5-7 Tagen vollzogen werden.
Minya Konka (7556m), Mt. Nochma (5575m) und Dogonomba (5958m)
Das Gerücht von der Existenz "eines Berges von mindestens 10000m Höhe" sorgte
Anfang des letzten Jahrhunderts für Aufregung in der Bergwelt. Zwei amerikanische Alpinisten
begaben sich daraufhin auf die Suche in das ehemals Xikang genannte Gebiet am Rande des Sichuanbeckens. Sollte es im tiefen
Westen Chinas einen noch höheren Berg als den Mount Everest geben? Erst in den 30er Jahren
wurde die Höhe des Minya Konka auf 7556m vermessen und damit dem Gerücht ein Ende
bereitet. Der steile und majestätisch über den benachbarten Berggipfeln thronende
Gletscherriese ist meistens schon beim Anflug auf Chengdu als einsamer Zahn aus dem Wolkenmeer
aufragend zu erblicken und vermag, bei so manchem zu diesem Zeitpunkt schon Sehnsüchte zu
erwecken. Erklommen wurde er schon mehrfach, fordert aber regelmäßig seine Opfer.
Alternativ zu dieser großen alpinistischen Herausforderung bieten wir Expeditionen auf die im selben
Massiv gelegenen Gipfel Dogonomba (5958m) und Reddomaine (6110m), und auf den Vorgipfel Mt. Nochma(5575m) an.
Mit 3 Marschtagen zum Basiscamp und etwa 5-6 Tagen für die Gipfel sollten insgesamt 2 Wochen eingeplant werden.
Steile Gletscherwände erfordern exakte Handhabung der Eisgeräte sowie ausgezeichnete Sicherungstechnik.
Für den Mt. Nochma sind die Anforderungen nicht so hoch. Trittsicherheit auf Schnee und Eis ist ausreichend.
Taizicheng-Prinzenpalast (4776m)
Durch dichten Bergurwald und Pandaschutzgebiet führt der zu erschließende Weg
auf den höchsten Berg des Verwaltungsdistriktes Chengdu. Diese Expedition ist zwar ohne
hochalpine Herausforderungen, in dem vollkommen unberührten Fleckchen Chinas
warten jedoch noch einige Überraschungen auf den Abenteurer.
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Beim Durchwandern eines Gebiets ohne gezielte Gipfelbewältigung und Errichtung eines Basislagers kommt man
zweifelsohne in den Genuss, innerhalb weniger Tage glücklicher Zeuge einer langsamen Veränderung von Vegetation,
Boden und Gestein zu werden. Zum Beispiel bei der Überquerung des, den Rand des Sichuanbeckens eingrenzenden,
Minshan-Gebirgszuges sieht, riecht und fühlt man förmlich, wie die feuchtigkeitsliebende Pfanzenwelt allmählich
trockenen Berghängen weicht. Beim Herauswandern aus den engen Schluchten des Daxue-Gebirges in das weitgeöffnete
Grasland der tibetischen Hochebene werden dem/der Reisenden ein atemberaubendes Spektakel verschiedenster natürlicher
Metamorphosen geboten.
Wir bieten Trekkingtouren von zwei bis zu 26 Tagen Dauer an. Die zwei- und dreitägigen sind dabei eher
kürzere Wanderungen auf nahegelegene Berge mit Übernachtung in buddhistischen Tempeln oder Privatherbergen.
Einige Touren sind besonders reich an kulturell bedeutsamen Stätten oder Heiligtümern. Diese sind gesondert als
Kulturtrekking ausgezeichnet.
KURZBESCHREIBUNG der einzelnen Touren:
Zhaogong Shan Bergtour, 2380m, 2Tage
Der Zhaogong Shan ist Chengdus Hausberg und bietet vor allem einen interessanten Blick nach Osten auf die Chengduebene und nach Westen ins Siguniang-Massiv. Auf einem stetig ansteigenden Bergpfad begegnet man der für Sichuan charakteristischen subtropischen Vegetation. Auf halbem Weg bietet ein Tempel Übernachtungsmöglichkeiten.
Höhendifferenz: 1700m.
Jiufeng Shan Bergtour, 3270m, 4Tage
Diese Route ist landschaftlich fantastisch. Gleichzeitig ist sie eine Pilgerstrecke für fromme Buddhisten, da der Berg
mit fünf Tempeln und Klöstern lokal eine wichtige religiöse Bedeutung innehat. Auf der Ostseite des
Longmen/Minshan-Gebirgszuges durchschreitet man auf teilweise gestuften Wegen wuchernde Bergwälder und blühende
Buschhänge. Das höchste Kloster liegt auf 3270m und ist somit Endpunkt der Pilgerstrecke. Die Tour auf den
Gipfel (ca. 3900m) wird auf unbefestigtem Weg fortgesetzt und nimmt noch einmal einen ganzen Tag in Anspruch.
Übernachtet wird ausschließlich in Klöstern.
Mengdun-Tal Trekking, Pass auf 4324m, 4Tage
Das Mengdun-Tal liegt inmitten zerklüfteter Berggipfel und Hochalpinmatten. Im Osten begrenzt durch das Minjiang-Tal,
im Süden durch das Siguniang-Gebirge und im Norden durch die Gletscher des Xuebaoding. Nach Westen hin machen sich die ersten
Ausläufer der tibetischen Hochebene bemerkbar. Ausgangspunkt ist eine kleine Gyarong-tibetische Gemeinde, Zielpunkt
ein sehr traditionelles, mit Wehrtürmen bespicktes Qiang-Bergdorf.
→ Zur genauen Tourenbeschreibung im PDF-Format
Jiudingshan Trekking, 4989m, 7Tage
Diese äußerst delikate Bergtour mit Überschreitung beginnt mit einem dreitägigen Anstieg auf der Ostseite
des Longmen/Minshan-Gebirgszuges: Hinter einer Kohlemine beginnt der Weg durch die nahezu unberührte Natur.
Oberhalb des Qingshui-Flusses bewegen wir uns über steile Berghänge auf die saftige Grasmatte zu Füßen
des Shiziwang (=Löwenkönig, 4989m) zu. Dieser ist der höchste von neun Gipfeln des Jiudingshan und
Ziel des vierten Wandertages. Nach erholsamer Nachtruhe auf der Alm beginnt dann der Abstieg nach Maoxian im
Minjiang-Tal, wo wir am sechsten Tag ankommen werden.
Siguniangshan – Bipenggou Trekking, Pass auf 4650m, 7Tage
Der Weg führt von der Fahrstraße aus durch das Changping-Tal entlang des Fußes des überwältigenden
Siguniang-Bergmassivs (6250m), das wir rechts hinter uns lassen werden, um den Anstieg zur Scharte ins Bipeng-Tal
in Angriff zu nehmen. Auf insgesamt etwa 80km Wegstrecke durchlaufen wir Klimazonen, die alle vier Jahreszeiten
repräsentieren.
Danba – Minya Konka Umrundung Kulturtrekking, 12Tage
Vom dichten Bergwald hoch auf das offene Hochplateau, mit dem Pony über das saftige Grasland, vorbei an einer
Stätte für Himmelsbestattung, entlang der steilen Gletscherwände des Minya Konka Gebirgsstocks zum Konka Kloster,
Abstieg entlang des reißenden Gebirgsflusses, Abschluss mit Überschreitung in den Gletscherpark Hailuogou.
Die drei Buddhaberge Jambeyang, Chanadorje und Chenresig
(Gipfel: 5958m, 5958m, 6032m) Trekking, Pass auf 5208m; 14Tage
Vom Lugu See, an der Grenze Sichuan - Yunnan, direkt ins straßenlose Bergland Richtung Westen,
über mehrere kleine Pässe und durch Wald und Grasland zum Fuß des dreigipfligen Gebirgsstocks.
Über den NO-Kamm Zugang in das einmalige Wunderland der drei heiligen Berge; Überschreitung zweier
Pässe und an den drei Gipfeln entlang. Abstieg durch die Höllenklamm. Mit Auto nach
Daocheng und auf den flachen Gebirgsrücken des Haizi Shan, eine Formation die eine der größten
Gletscherkappen der letzten Eiszeit auf dem Hochplateau zurückgelassen hat.
→ Zur genauen Tourenbeschreibung im PDF-Format
Litang – Genyen – Batang Kulturtrekking, 12Tage
Von der in Litang schier unendlich wirkenden Prärie des Hochlandes über den isoliert
stehenden Gebirgsstock mit dem heiligen Gipfel des Genyen (6204m) hinab ins Tal des Yangzi,
der hier am Oberlauf noch Goldsandfluss heißt. Geschichtsträchtige Klöster und sagenhafte Monumente
tibetischer Kultur liegen auf unserem Weg.
Das Labyrinth der 108 Seen
Trekking 18Tage, Danba – Xinlong – Garzê
Von dem Ort mit der höchsten Wehrturmdichte der Provinz durch enge Schluchten hinauf auf die tibetische Hochebene.
Mit Ponies über das hügelige Grasland und über den Yalong-Strom, den mächtigsten Fluss der Region Kham.
Durch ein Seenlabyrinth auf über 4000m Höhe zum Fuße des Kawaluori (5992m), der uns vom
Ziel der Tour - der Stadt Garzê noch trennt.
Über dem Minjiang-Strom Trekking 26Tage
Mengdun-Tal – Xuebaoding/Huanglong – Wanglang – Jiuzhaigou – Kloster Langmu
Durch das Mengdun-tal ins Minjiang-tal, vorbei am Gletscherkogel Xuebaoding (5588m) und zu den wundervollen
Kalksinterterrassen Huanglong, Aufstieg in das Pandareservat Wanglang und weiter über einen Pass (4223m)
zu den Wasserfällen nach Jiuzhaigou, dem Achten Weltwunder, wie manche Prospekte schreiben. Umgesattelt auf
Ponies nach Zoigê dem flächenmäßig größten Feuchtgebiet des tibetischen Hochplateaus
und dem bedeutenden Langmu-Kloster an der Provinzgrenze zu Gansu.
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Eisklettern und Felsklettern gehört ebenso zu unserem Metier. Ein eigenes Eiskletter-Basecamp
steht für Sie bereit, um Ihre kühnsten Träume zu erfüllen oder Ihr Hobby zu pflegen.
Auch haben wir in einigen Gebirgsregionen reine Kletterrouten für Sie erschlossen. Genauere Informationen
erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Neben festen, von uns schon vielfach erprobten Routen bieten wir Ihnen auch die Planung individueller „Wunschrouten“an.
Das geht so: Sie teilen uns mit, wann, wie lange, zu wievielt und mit welchem alpinen Anspruch Sie eine
Bergreise angehen wollen, und wir unterbreiten Ihnen dann mehrere Vorschläge in verschiedenen Gebieten und zu
unterschiedlichen Preiskalkulationen. Sie müssen dann nur noch auswählen. Also, einfach
mailen oder anrufen.
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